14. März 20233 Min LesezeitPedi MatthiesAngst & Unruhe
Gedankenkarussel in der Nacht: Erste Hilfe-Tipps
Straight from hell: Das sinnlose Grübeln schnell stoppen!
Straight from hell: Das sinnlose Grübeln schnell stoppen!
Eigentlich ist es gar nicht verwunderlich, dass wir mit unseren Gedanken gerne mal in der quälenden Endlosschleife landen. Tagsüber ballern wir unser Hirn mit Informationen zu, sind in anstrengenden Meetings, lenken uns ab mit Netflix und Co. und dann scrollen wir im Bett noch stundenlang durch irgendwelche sinnlosen tiktoks oder reels.
Wenn dann das Gehirn endlich mal ein bisschen Zeit bekommt, aufzuräumen und das Erlebte zu verarbeiten, ist es kein Wunder, dass wir eine regelrechte Grübelattacke bekommen.
Da wir in den frühen Morgenstunden aufgrund der hormonellen Situation, eine Art „Mini-Depression" haben, fühlen sich die quälenden Gedanken nochmal viel schlimmer an.
Das nächtliche Gedankenkarussel dreht sich meistens um negative Dinge wie Konflikte, oder Entscheidungen die wir treffen müssen.
Hier sind die Sofortmaßnahmen gegen das Gedankenkarussel:
Stufe 1:
Überlege, ob du, um das Grübelthema zu lösen, jetzt noch etwas tun kannst? Wenn du das abgeklärt hast und entschieden hast, dass du jetzt nichts mehr aktiv machen kannst, kommt der nächste Schritt.
Sage laut zu dir selbst: „Diese Gedanken bringen mir nichts. Ich höre damit auf. ENDE. STOPP."
Dann: Ersetze die Grübelspirale mit Gedanken der Dankbarkeit. Sei dankbar dafür, dass du sicher und geborgen bist. Komme mit deiner Aufmerksamkeit in den Körper und merke, wie schwer er im Bett liegt.
Stufe 2:
Gib dem Hirn ein Leckerli! Rezitiere ein Mantra deiner Wahl. Einer meiner tibetischen Lehrer, Lama Kelzang, hat gesagt: „Mantras are like chocolate for the brain."
Du könntest z.B. „Om mani padme hung" nutzen. (Gesprochen: om Mani pemme hung) Es ist ein uraltes tibetisches Mantra, das soviel bedeutet, wie „Weltfrieden, Mitgefühl und Erlösung für alle Wesen". Oder du überlegst dir dein eigenes Mantra, wie „ich bin ruhig und dankbar".
(Achte darauf, das Wort „nicht" nicht zu nutzen. Dein Unterbewusstsein versteht „nicht" nicht.)
Stufe 3:
Freue dich über dein Gegrübel! Du kannst die Meta-Ebene einnehmen und analysieren, welcher Art deine Gedanken sind. Schau dir erstmal deine Gedanken aus der Beobachterebene an und überlege, zu welcher der folgenden Kategorie sie gehören:
• Gedanken die einer negativen Grundhaltung entstammen?
• Gedanken über die Zukunft?
• Entweder-/Oder-Gedanken? (Die Wörter „immer, alles, nie, keiner" kommen darin vor.)
• Andere sind schuld
• Schuldzuweisungen?
• Interpretationen der vermeintlichen Gedanken von anderen?
• Generalisierungen: „alle Männer/Frauen/Chefs sind sch..."
Dann nimm dir dein Tagebuch oder dein Journal, oder einfach Papier und Stift (NICHT das Handy) und notiere dir, was du denkst.
Wenn es aber darum geht, zu entscheiden, ob du bei deiner Firma kündigen willst oder nicht, verschiebe diese Entscheidung auf den nächsten Tag. Schreibe dann in dein Tagebuch: „Das kann bis morgen warten, jetzt im Moment kann ich nichts mehr tun."
Mache das Licht aus und schlafe ein.
Heftige Grübelattacken sind meistens ein Zeichen, dass du in deinem Leben etwas ändern darfst.
Hier ein paar Maßnahmen für tagsüber, die gegen Grübeln in der Nacht helfen:
• ohne Radio Auto fahren
• Stärke den inneren Beobachter
• Mache Waldspaziergänge, alleine
• Lerne meditieren
• Schreibe Tagebuch
Ein leeres Hirn am Abend braucht kein Gedankenkarussel.
Du erkennst dich in diesen Zeilen wieder?
Lass uns in Steinau, Siegburg oder Online über deine Gedanken sprechen.
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Wichtiger rechtlicher Hinweis (Heilmittelwerbegesetz – HWG): Ich bin Heilpraktikerin, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (nach dem Heilpraktikergesetz). Meine Arbeit stellt kein Heilversprechen dar und garantiert keine Linderung. Sie ersetzt im Bedarfsfall keine ärztliche oder psychiatrische Diagnose, keine neurologische Abklärung und keine medikamentöse Behandlung durch approbierte Fachärzt:innen. Die Entscheidung, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, liegt in deiner Eigenverantwortung.
Wichtiger Hinweis: Schwere Depressionen, psychische Erkrankungen mit Psychosen, Demenzerkrankungen und delirante Symptome gehören in die Hände von Fachärzt:innen. In einer akuten Krise oder bei Suizidgedanken wende dich bitte sofort an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117), den Notruf (112) oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 – kostenlos, rund um die Uhr).
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