17. Februar 20234 Min LesezeitPedi MatthiesAngst & Unruhe
Schlafstörungen
...und was du dagegen tun kannst. Schlechter Schlaf ist ein sprichwörtlicher Weckruf unseres Körpers, auf unser Leben zu schauen, um zu sehen, was wir verändern dürfen.
...und was du dagegen tun kannst.
Schlechter Schlaf ist ein sprichwörtlicher Weckruf unseres Körpers, auf unser Leben zu schauen, um zu sehen, was wir verändern dürfen.
Zuerst, jeder hat früher oder später mal Probleme mit dem Einschlafen, Durchschlafen oder zu frühem Aufwachen. Schlafprobleme sind Symptome, die so viele verschiedene Ursachen haben können, wie es Menschen gibt. Also, erstmal durchatmen: Schwierigkeiten mit dem Schlaf sind – eigentlich – ganz normal.
Ausserdem ist unsere heutige Lebensweise nicht unbedingt förderlich für gesunden Schlaf. Wir sind alle viel zu gestresst und „hochgedreht", da ist es wirklich kein Wunder, dass schlafen problembehaftet sein kann.
Dennoch ist gesunder Schlaf überlebenswichtig und schlechter Schlaf ist eine Gefahr für die Gesundheit. Sollten deine Schlafstörungen über länger als einen Monat bestehen, oder wenn du an mindestens 4 Tagen die Woche länger als eine halbe Stunde zum Einschlafen und Wiedereinschlafen brauchst, oder die Schlafstörungen nicht zu deiner mentalen Situation passen, ist es Zeit deinen Hausarzt aufzusuchen. Fast alle körperlichen Erkrankungen wirken sich auf den Schlaf aus!
Wenn du körperlich gesund bist, ist der nächste Ansatzpunkt, von aussen auf deine Schlafsituation und auf das Umfeld zu schauen. Wenn du an einer Hauptverkehrsader wohnst und konstant im Lärm lebst, ist dein vegetatives Nervensystem permanent gestresst, kann nicht herunterfahren und du schläfst entsprechend schlecht.
Analysiere deine physische Schlafsituation. Brauchst du eine andere Bettdecke, ist die Matratze noch in Ordnung? Ohrstöpsel? Scheint dir der Vollmond direkt ins Gesicht?
Als nächstes schauen wir auf deinen Lebenswandel. Eigentlich beeinflusst fast alles was wir tagsüber so treiben unseren Schlaf! Zu wenig Bewegung, spätes und schweres Abendessen, Horrorfilme kurz vor dem Schlafengehen, et voilá: schlechter Schlaf.
Ich habe mittlerweile bei mir festgestellt, wenn ich nach 13h Kaffee trinke, liege ich mindestens ein bis zwei Stunden wach. Cola wirkt bei mir wie Kokain. Achtsamkeit für das, was du tust, isst, trinkst, kann dir helfen die Störfaktoren für deinen Schlaf zu reduzieren.
Für mich ist es z.B. „tödlich", im Bett noch social media zu scrollen. Wenn ich Instagram Reels schaue, brauche ich manchmal bis zu einer Stunde um einschlafen zu können. Das blaue Licht vom Handy und die Informationsflut macht mein Hirn zu Brei.
Oft spielt jedoch unsere Psyche die größte Rolle bei Schlafstörungen. Sorgen und Stress, der tagsüber nicht bearbeitet werden kann, beschaffen sich Nachts endlich Gehör. Dein Gehirn braucht zwischendurch auch mal Ruhe, um sich zu sortieren. In diesem Fall ist das beste Medikament, täglich eine Runde durch den Wald zu laufen. Der Wald ist quasi ein Heilmittel.
Hast du allerdings Ängste, depressive Stimmungen oder unbearbeitete Themen, die dich plagen, braucht es etwas mehr als nur eine Runde durch den Wald. Psychotherapeutische Arbeit hilft dir mit deinen Problemen besser klar zu kommen und das nötige mindset zu finden, um Abends abschalten zu können.
Ernsthafte psychische Erkrankungen allerdings, haben meist heftige Folgen für den Schlaf. Hier bedarf es der richtigen Medikation und Therapie durch Neurologen und Psychiater. Wiederkehrende Alpträume und gravierende Schlafstörungen wie Pavor Nocturnus oder Insomnie bedürfen der speziellen Zuwendung durch die entsprechenden Fachärzte.
Hier sind meine besten Tipps:
Äussere Bedingungen:
• Schlafzimmer aufräumen und schön einrichten
• Frische Luft (Fenster auf) und warme, große Decke
• In eine gute Matratze investieren
• Kein Fernseher im Schlafzimmer
• Handy zum Schlafen auf Flugmodus stellen
• Eventuell Lavendelöl vernebeln
Lebenswandel:
• mindestens einmal am Tag ausser Puste kommen, am besten beim Spaziergang durch den Wald
• Auf gute Nährstoffversorgung achten (Magnesium und Eisen nicht vergessen!)
• Im Auto kein Radio, damit dein Gehirn mal Zeit hat, alles ein bisschen umzusortieren
• Meditieren
• Nach aufregenden Veranstaltungen Zeit nehmen zum „Runterkommen"
• Abends nicht zu spät und zu viel essen
• Vor dem Schlafengehen auf der Couch chillen und Schlaftee trinken
• Nicht auf der Couch einschlafen
• Im Bett kein social media mehr
Psyche/Mindset, wenn du wach liegst:
• Probleme sind normal und können meistens nicht an einem Tag gelöst werden
• Wenn das Gedankenkarussel anspringt – alles aufschreiben. Dann lege eine Hand auf das Herz, die andere auf den Bauch und aus dem Körper heraus deine Hände spüren.
• Don\'t chase the cat. Schlaf kann man nicht erzwingen, man kann ihn nur einladen.
Schlafstörungen sind keine Katastrophe. Es gibt Lösungen.
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Wichtiger rechtlicher Hinweis (Heilmittelwerbegesetz – HWG): Ich bin Heilpraktikerin, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (nach dem Heilpraktikergesetz). Meine Arbeit stellt kein Heilversprechen dar und garantiert keine Linderung. Sie ersetzt im Bedarfsfall keine ärztliche oder psychiatrische Diagnose, keine neurologische Abklärung und keine medikamentöse Behandlung durch approbierte Fachärzt:innen. Die Entscheidung, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, liegt in deiner Eigenverantwortung.
Wichtiger Hinweis: Schwere Depressionen, psychische Erkrankungen mit Psychosen, Demenzerkrankungen und delirante Symptome gehören in die Hände von Fachärzt:innen. In einer akuten Krise oder bei Suizidgedanken wende dich bitte sofort an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117), den Notruf (112) oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 – kostenlos, rund um die Uhr).
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