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15. Mai 20242 Min LesezeitPedi MatthiesPraxis & Methoden

Wie die Wartezeit auf einen Therapieplatz überbrücken?

Wenn du es geschafft hast, dir einen von der Krankenkasse bezahlten Psychotherapieplatz zu organisieren, hast du das Schwierigste bereits hinter dir.

Wenn du es geschafft hast, dir einen von der Krankenkasse bezahlten Psychotherapieplatz zu organisieren, hast du das Schwierigste bereits hinter dir. Dafür kannst du dir selber mal ordentlich auf die Schulter klopfen! Je nachdem, wo du wohnst, musst du zwischen zwei und 9 Monate warten, bis du mit deinem Psychotherapeuten anfangen kannst, an deinen Themen zu arbeiten. Diese langen Wartezeiten können dazu führen, dass sich das Problem verstärkt! Leider ist es meistens so, daß sich psychische Erkrankungen verfestigen, chronisch werden, verschlimmern. Die Spirale aus depressiven Verstimmungen, Angst und Grübeln dreht sich tiefer nach unten. Ich möchte dich mit diesem Artikel motivieren, damit du deine Energie halten, bestenfalls sogar erhöhen kannst, um ein paar weitere Schritte zu deiner Genesung in Angriff zu nehmen. Alle Links in diesem Artikel führen zu Anlaufstellen im Main-Kinzig-Kreis. 1. Sorge gut für dich selbst. Sei lieb und nachsichtig mit dir. Eines der Hauptsymptome bei Depressionen ist Erschöpfung und daher der Wunsch nach Rückzug. Versuche deine Zeit nicht mit dem Handy oder mit Fernsehen zu verbringen – das raubt dir noch mehr Energie! Am besten wäre es, wenn du dich dazu bringen kannst, Spaziergänge durch die Natur zu machen. 2. Wenn sich deine Symptome verschlimmern, ist der Hausarzt deine erste Anlaufstelle. Dieser wird dir eine Überweisung für die Psychiatrische Institutsambulanz (Schlüchtern) ausstellen. 3. Es gibt viele (kostenlose) Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen (selbsthilfe-hessen.net, mkk.de, caritas-mkk.de). 4. Eine weitere Möglichkeit sind Online-Therapien, oder Apps: selfapy (kostenpflichtig), Moodgym (von der AOK), Depressionscoach von der TK. 5. Oder, du machst einen Termin mit einem Heilpraktiker für Psychotherapie. Hier müssen die Kosten in der Regel privat getragen werden, da keine Abrechnungsmöglichkeit mit den Krankenkassen besteht. Auf jeden Fall ist der Heilpraktiker für Psychotherapie eine gute Anlaufstelle, da du hier gezielt zu deinen Symptomen und deiner Erkrankung nachfragen kannst. Achtung: wer Psychosen, schwere Depressionen und/oder Suizidgedanken hat, gehört umgehend in fachärztliche Behandlung. Bei akuten Suizidgedanken bitte die 112 (Notruf) anrufen, oder direkt in die nächste Psychiatrische Klinik fahren. Telefonseelsorge: 0800 1110111

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Wichtiger Hinweis: Schwere Depressionen, psychische Erkrankungen mit Psychosen, Demenzerkrankungen und delirante Symptome gehören in die Hände von Fachärzt:innen. In einer akuten Krise oder bei Suizidgedanken wende dich bitte sofort an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117), den Notruf (112) oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 – kostenlos, rund um die Uhr).

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