28. Februar 20233 Min LesezeitPedi MatthiesSelbstwert & Muster
Wie du „Neuroplastizität" für dich nutzen kannst
...oder, wie gelingt Veränderung? Irgendwann im Leben kommt jeder einmal an einen Punkt, wo man zu sich selber sagt: „so geht es nicht weiter!".
...oder, wie gelingt Veränderung?
Irgendwann im Leben kommt jeder einmal an einen Punkt, wo man zu sich selber sagt: „so geht es nicht weiter!". Vielleicht bist du auf dem besten Weg zum Burnout, oder steckst vielleicht schon zu lange in einer depressiven Phase fest. Oder du bist innerlich unruhig, schläfst schlecht und bist völlig erschöpft. Oder du betäubst dich mit Alkohol, fast food, Handy und shopping, um deine quälenden Gefühle zu vergessen.
Es ist einfach zu sagen: „ich bin halt so!". Aber, wenn du nun hier, bei diesem Blogartikel gelandet bist, kannst du dich selbst schon mal feiern, denn in dir brennt die Flamme der Hoffnung auf Besserung, auf Veränderung und auf ein glückliches Leben.
Meistens sind es die schlechten Angewohnheiten, die uns in eine Sackgasse führen, denn Gewohnheiten machen einen Großteil unseres Lebens aus. Das Gehirn ist auf Effektivität ausgelegt und so macht es durchaus Sinn, immer die gleichen Wege zu gehen, die gleichen Dinge zu tun. Blöd ist nur, dass auch die schlechten Gewohnheiten und auch toxische Verhaltensmuster, ganz automatisch ablaufen.
Also, was soll das jetzt mit der „Neuroplastizität"?
Mittlerweile ist in der Forschung ausreichend bekannt, dass sich unser Gehirn neu verdrahten kann, neue Dinge lernen kann. Wir können uns umprogrammieren und sind nicht Opfer unserer Gene. So können z.B. neue Denkmuster gegen Depressionen oder Angststörungen helfen.
Rahmenbedingungen, also die basics, die die Neuroplastizität, die Veränderungsfähigkeit des Gehirns fördern:
• ausreichender Schlaf von guter Qualität
• Gesunde Ernährung und genügend Wasserzufuhr
• Bewegung, Sport, Waldbaden
• Meditation
• Power naps helfen auch
• Wissen über die Art und Weise, wie das Gehirn funktioniert
• Liebe
Die folgenden Schritte bringen das Gehirn in einen neuroplastischen Zustand, bedürfen natürlich der Übung:
• Achtsamkeit/Gewahrsein trainieren (was ist gerade um mich herum los? Was mache ich hier eigentlich gerade?)
• Emotionale Bindungen zu anderen Menschen suchen und stärken
• Sich mit anderen austauschen über Wahrnehmungen, Empfindungen und Erfahrungen
• Auseinandersetzung mit anders denkenden Menschen
• Neues Lernen (lesen, Museumsbesuche, neue Sportart lernen, Volkshochschule, etc.)
• Die berühmte Komfortzone verlassen, aber ohne in die Überforderung zu gehen
• Bewusst neue Wege gehen: mal in einem anderen Supermarkt einkaufen
• Die eigene Umgebung ändern: umräumen in der Wohnung, neuer Job, neue Menschen kennenlernen...
• jeden Tag irgendeine Tätigkeit anders als sonst machen
Kann auf folgende drei Punkte reduziert werden:
1. Entscheide dich dafür, deinen „unparteiischen Beobachter" zu trainieren. Das ist die innere Instanz, die dich selbst beobachtet und Feedback dazu gibt, was gerade los ist.
2. Entscheide dich in jedem Moment für das, was gut für dich ist. „Ich kaufe keine Schokolade."
3. Wiederhole das Mantra „Ich bin Liebe", so oft am Tag wie möglich.
Leider braucht es eine Weile und auch ein paar Wiederholungen, bis eine Umprogrammierung vollständig abgeschlossen ist. Aber jeder kleine Schritt zählt.
Wenn du ein bisschen Unterstützung brauchst, um in die Veränderung zu kommen, könntest du über ein Coaching oder eine therapeutische Sitzung nachdenken...
Du erkennst dich in diesen Zeilen wieder?
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